Das, was bleibt

Siempre dünn8 Monate sind nun rum. Es sind Monate voller unbeschreiblicher Eindrücke und Erfahrungen, die nicht in Worte zu fassen sind. Aber vielleicht schaffen Zahlen das ja besser: Zusammenfassend habe ich
7 Südamerikanische Länder kennen gelernt und
26 Stempel in meinen Reisepass bekommen. In
64 Langstreckenbussen habe ich
18.394 Kilometer zurückgelegt und
15 Tage, 11 Stunden und 10 Minuten aus dem Fenster in die Landschaft gestarrt. Somit musste ich auch
371 Stunden und 10 Minuten lang Cumbia- und Reggaeton-Mixtapes ertragen. Zusätzlich bin ich in
8 Flugzeuge gestiegen, die mich
25.566 Kilometer durch Luft geflogen haben. Ich durfte in
54 Unterkünften verschiedenste Duschen und
67 Betten austesten und habe sozusagen in einem
186-Personen-Dorm geschlafen. Auf meiner Reise habe ich außerdem
5.861 Fotos geknipst, wovon ich
852 direkt wieder löschen musste.
262 Videos habe ich auch noch mitgebracht. Ich habe
1 neue Sprache gelernt und weiß nun außerdem in
141 Ländern was ich sagen muss, falls ich einen Splitter im Finger habe. Bei etlichen Stunden am Strand und noch viel mehr in Hängematten habe ich
13 Bücher gelesen während ich Abends
18 neue Biersorten kennen lernte und meinen Magen mit tonnenweise “Reis mit Hähnchen ODER Fleisch” füllte. Aber auch
11 UNESCO-Welterben bekamen meine Aufmerksamkeit, genauso wie
19 Kirchen und Tempel, von denen
4 den Besuch wert waren. Die Anden ließen mich ständig zwischen
0 und 4.070 Meter über dem Meeresspiegel pendeln und haufenweise Cocablätter kauen und in
7 Klimazonen habe ich unzählige wilde Tiere gesehen und gehört.
In erster Linie aber habe ich mit Menschen aus 43 Ländern Erfahrungen und Geschichten ausgetauscht, verschiedenste Kulturen und Lebensweisen kennen gelernt und auch viel über mich selbst herausgefunden. Was bleibt, sind Fotos, Texte, einige Narben, viele neue Freunde auf der ganzen Welt und vor allem Erinnerungen. Erinnerungen an eine Zeit, in der mein kompletter Besitz und alles Notwendige in einen Rucksack passte. Eine Zeit, in der auf 300 Meter hohen Klippen mein Leben von einem betrunkenen Busfahrer oder einem dünnen Seil abhing. Eine Zeit, in der das wichtigste eine Speicherkarte und ein kleines Notizbuch waren. Und letztendlich eine Zeit, in der jeden Tag etwas besonderes passiert ist und ich die unvorstellbarsten Naturereignisse und die inspirierendsten Menschen kennen lernen durfte. Und die Lust auf mehr macht…